Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die im Winter oberirdisch einziehen und im Frühjahr wieder austreiben. Ein gut geplantes Staudenbeet blüht von März bis Oktober, braucht nach dem Anwachsen wenig Pflege und ist ein Paradies für Insekten. Im Kleingarten ergänzt es Gemüse- und Obstbeete ideal.
1. Standort wählen
Bevor du Pflanzen kaufst, beobachte den Standort:
- Sonne: Mindestens sechs Stunden Sonne am Tag? Dann eignen sich Steppen- und Präriestauden wie Salbei, Katzenminze, Sonnenhut und Fetthenne.
- Halbschatten: Storchschnabel, Frauenmantel, Akelei und Funkien.
- Schatten: Elfenblume, Waldsteinie, Farne.
- Boden: Sandig und trocken oder lehmig und feucht? Die Pflanzen müssen zum Boden passen, nicht umgekehrt.
2. Boden vorbereiten
Entferne Rasen und Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch gründlich – sie lassen sich später zwischen den Stauden kaum noch bekämpfen. Lockere den Boden spatentief und arbeite bei Bedarf reifen Kompost ein. Auf schweren Böden hilft etwas Sand.
3. Pflanzplan erstellen
Ein harmonisches Beet folgt einem einfachen Prinzip:
- Leitstauden (10–15 %): hohe, auffällige Pflanzen wie Rittersporn oder Sonnenbraut, einzeln oder zu dritt.
- Begleitstauden (30–40 %): mittelhohe Pflanzen in Gruppen von 3–10 Stück, etwa Salbei oder Phlox.
- Füllstauden (50 %): niedrige Bodendecker und Polster am Rand, etwa Storchschnabel oder Frauenmantel.
Staffle die Höhen von hinten nach vorne und achte darauf, dass zu jeder Jahreszeit etwas blüht. Wiederhole einzelne Pflanzen im Beet – das wirkt ruhiger als ein bunter Einzelpflanzen-Mix.
4. Pflanzen
Die beste Pflanzzeit ist der Herbst (September bis Oktober): Der Boden ist noch warm, die Stauden wurzeln vor dem Winter ein und starten im Frühjahr kräftig. Auch das Frühjahr (März bis Mai) ist möglich, dann musst du im ersten Sommer mehr gießen.
- Als Faustregel rechnest du mit 5–9 Pflanzen pro Quadratmeter, je nach Größe.
- Stelle die Töpfe zuerst nach Plan aufs Beet, bevor du pflanzt.
- Tauche die Ballen vor dem Pflanzen in Wasser und gieße gründlich an.
5. Pflege
- Gießen im ersten Jahr regelmäßig, danach nur bei langer Trockenheit.
- Mulchen hält Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.
- Rückschnitt erst im späten Winter: Samenstände dienen Vögeln als Futter, hohle Stängel Insekten als Winterquartier.
- Teilen alle paar Jahre, wenn Stauden in der Mitte verkahlen – so bekommst du gleichzeitig neue Pflanzen.
Insektenfreundliche Stauden für den Kleingarten
Katzenminze, Steppensalbei, Sonnenhut, Fetthenne, Astern, Lavendel, Oregano und Thymian. Die letzten drei kannst du zusätzlich in der Küche verwenden.
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